Fußball: Hinrundenrückblick des SV Concordia Rogätz 2022/23

Erstellt: Montag, 16. Januar 2023 Geschrieben von Michael Göhring

Eine starke Hinrunde lieferte die Erste Fußballmannschaft des SV Concordia Rogätz in der Kreisligasaison 2022/23 ab. In den zwölf absolvierten Punktspielen blieb der SVC als einziges Team der Konkurrenz ungeschlagen und überwintert auf einem hervorragenden zweiten Rang. Dies gelang nicht zuletzt Dank der starken Defensive, welche nur sieben Gegentreffer zuließ.


Der Saisonverlauf:


Nache einer ordentlichen Vorbereitung freute sich die Mannschaft von Cheftrainer René Henicke auf den Saisonstart am 20. August. Dort wartete mit dem Kreisoberliga-Absteiger Grün-Weiß Dahlenwarsleben ein schwer einzuschätzender Gegner. Nach einer unglücklichen ersten Halbzeit, welche mit einem 0:1-Rückstand endete, siegte der SVC noch deutlich mit 8:1 und startete so fulminant in die Serie. Anschließend gelang ein souveränes 4:0 im ersten Heimspiel gegen die Zweitvertretung des SV Irxleben. In diesem absolvierte der langjährige Kapitän Fabian Zausig sein 200. Pflichtspiel. Es folgten drei Auswärtsspiele, welche allesamt unentschieden ausgingen. Zunächst das 1:1 bei Blau-Weiß Empor Wanzleben, nebenebei das 100. Pflichtspiel von Tim Böhm, welches durchaus als Punktgewinn gewertet werden konnte. Das 2:2 in Elbeu, nach 2:0-Führung, war eine Woche später dann eher enttäuschender Natur. Es folgte das 1:1 beim Tabellenführer Etingen/Rätzlingen, wodurch dem Gastgeber der erste Punktverlust der laufenden Serie zugefügt wurde. Auch in diesem Spiel gab es zwei Jubilare. Philipp Kleine absolvierte sein 150. und Michel May sein 50. Pflichtspiel in der Ersten Rogätzer Fußballmannschaft. Die neun Zähler reichten zu diesem Zeitpunkt allerdings nur für den sechsten Tabellenrang.

Im Oktober gewann der SVC dann aber alle vier restlichen Ligaspiele. Einem unnötig spannenden 2:1 gegen Klinze/Ribbensdorf folgte ein überzeugender 4:0-Sieg in Schackensleben gegen Eintarcht Nordgermersleben. Die folgenden Heimspiele konnten mit 3:0 gegen Alleringersleben/Eimersleben und mit 4:0 gegen den SV Hötensleben ebenfalls souverän gewonnen werden. Der November begann dann mit einem 1:1 beim befreundeten SV Blau-Weiß Elbe Glindenberg, welches aufgrund der Tagesleistung so hingenommen werden musste. Doch die Schwarz-Weißen ließen sich davon nicht aus der Ruhe bringen und beendeten den November mit zwei weiteren "Zu-Null-Siegen". Zunächst hieß es 3:0 gegen den Eilslebener SV, bevor ein überzeugender 4:0-Erfolg im Zuckerdorf Klein Wanzeleben eingefahren wurde. Das letzte Hinrundenspiel gegen Hornhausen kam dann nicht mehr zur Austragung.

Im Pokal schafften es die Rogätzer bis ins Achtelfinale, ohne dabei ein Spiel gewonnen zu haben. In der ersten Runde sorgte ein Freilos für die Qualifikation zur zweiten Runde. Dort trat der Gegner Hornhausen nicht an, wodurch der SVC erneut kampflos weiterzog. Im Achtelfinale gastierte dann der Kreisoberliga-Herbstmeister SV Groß Santersleben auf dem Kapellenberg. Trotz guter Leistung mussten sich die Gastgeber letztendlich 2:4 geschlagen geben, konnten den Platz und den Wettbewerb aber mit erhobenem Haupt verlassen.

Beim hauseigenen Hallenturnier, dem Elbe-Ohre-Cup, konnten die Schwarz-Weißen ebenfalls überzeugen. Trotz starker Konkurrenz, allein vier Landesklasse-Vertreter stellten sich vor, war nur der SSV Samswegen im Finale überlegen. Damit bejubelte eine randvolle Elbe-Ohre-Halle einen starken zweiten Platz nach zweijährigem Coronaausfall. Zudem nahmen die "Nachwuchsspieler" der Herrenmannschaft, Luca Henicke, Simon Trojahn, Toni Katzenellenbogen, Malte Ladebeck und Dominic Heyde mit Unterstützung dreier B-Jugendlicher an der Hallenkreimeisterschaft der A-Jugend teil und holten diesen Pokal auf den Kapellenberg.

 

Die Bilanz:

28 Punkte aus zwölf Ligaspielen stellen die Verantwortlichen auf dem Kapellenberg natürlich zufrieden. Die junge Mannschaft entwickelt sich immer weiter und kann inzwischen ernsthaft um die vorderen Plätze der Kreisliga mitspielen. Der Vorsprung auf Rang drei beträgt bereits vier Zähler und ein Sieg im Nachholspiel würde die Concorden bis auf einen Punkt an Spitzenreiter Etingen heranführen. Sieben Gegentore in 12 Punktspielen sind eine hervorragende Marke. Und auch wenn in der Offensive und bei der Effektivität stellenweise noch Luft nach oben ist, gibt es bei 37 erzielten Treffern keinen Grund etwas zu bemängeln. Das angestrebte Saiosonziel, die Bestätigung des vierten Ranges der Vorsaison, scheint mehr als möglich zu sein.

Insgesamt wurden in den 13 Pflichtspielen 26 Spieler eingesetzt. Alle Spiele absolvierten einzig Luca Henicke, Felix Röscher und Fabian Zausig. Nur einmal fehlten Yannick Rosien, Moritz Schlüter und Julius Hunold auf dem Platz. Philipp Kleine, Michel May und Toni Katzenellenbogen kamen auf elf Einsätze. Auch Nils Kuske konnte mit einer zweistelligen Zahl an Pflichtspielen aufwarten, nämlich zehn. Tim Böhm und Simon Trojahn liefen achtmal in Schwarz-Weiß auf. Für Luca Henicke, Toni Katzenellenbogen, Nils Kuske und Simon Trojahn ist es dabei erst die Premierensaison im Herrenbereich. Dank der gesunden Kaderbreite konnten die Schwarz-Weißen es auch verkraften, dass potenzielle Stammspieler wie Tim Göske, Matthes Steffen oder Markus Lolies wegen ihres Studiums kaum bis selten zur Verfügung standen.

Die 39 Tore in Liga und Pokal verteilen sich auf 15 verschiedene Schützen, welches für die Ausgeglichenheit des Kaders spricht. Elfmal waren Michel May und Toni Katzenellenbogen an Treffern beteiligt. Michel May traf sieben Mal selber und legte viermal auf. Toni Katzenellenbogen netzte sechsfach ein und bereitete fünf weitere Tore vor. Drittbester Torjäger ist Marlon Chlasta mit vier Buden. Schon fünfmal zappelte der Ball im fremden Netz, nachdem Felix Röscher seine Mitspieler in Szene gesetzt hatte. Auch Luca Henicke und Moritz Schlüter waren, gemessen an ihren Positionen, erstaunlich häufig an Rogätzer Toren beteiligt.

Erfreulich ist auch wieder das faire Auftreten der jungen Mannschaft auf dem Platz. 15 gelbe Karten in der Hinrunde sind eine sehr wohlwollender Wert. So musste noch kein Spieler eine Sperre absitzen. Dies, plus den ansehnlichen Fußball, honorieren auch weiterhin die Rogätzer Zuschauer indem sie zahlreich zu den Spielen auf den Kapellenberg pilgern. Rund 80 Fans strömten durchschnittlich zu den heimischen Punktspielen. Im Pokal waren es gar 150. 

 

Einsatzzeiten   Torbeteiligungen
  Name Minuten Spiele     Name Scorerpunkte Tore Assists
1. Luca Henicke 1109 13   1. Michel May 11 7 4
2. Yannick Rosien 1046 12   2. Toni Katzenellenbogen 11 6 5
3. Felix Röscher 1036 13   3. Marlon Chlasta 6 4 2
4. Moritz Schlüter 1022 12   4. Luca Henicke 6 2 4
5. Julius Hunold 967 12   5. Moritz Schlüter 5 3 2
6. Philipp Kleine 957 11   6. Simon Trojahn 5 2 3
7. Fabian Zausig 818 13     Matthes Steffen 5 2 3
8. Michel May 755 11   8. Felix Röscher 5 0 5
9. Nils Kuske 670 10   9. Fabian Zausig 4 3 1
10. Tim Böhm 583 8   10. Nils Kuske 4 2 2
11. Toni Katzenellenbogen 534 11   11. Moritz Kuhfuß 3 3 0
12. Simon Trojahn 458 8   12. Pascal Griesecke 3 1 2
13. Matthes Steffen 361 6     Julius Hunold 3 1 2
14. Jonas Herzing 335 6   14. Yannick Rosien 2 1 1
15. Moritz Kuhfuß 328 9     Tim Böhm 2 1 1
16. Pascal Griesecke 317 7   16. Justin Meller 1 1 0
17. Jonas Ladebeck 276 6   17. Jonas Ladebeck 1 0 1
18. Malte Ladebeck 258 6            
19. Marlon Chlasta 253 5            
20. Justin Meller 247 4            
21. Tim Göske 140 2            
22. Markus Lolies 33 2            
23. Dominic Heyde 17 2            
24. Clemens Müller 17 2            
25. Moritz Nahrstedt 11 1            
26. Marcus Römer 3 1            

 

Der Ausblick:

Ende Januar beginnt für den SV Concordia die Rückrundenvorbereitung, denn das Nachholspiel gegen Hornhausen ist bereits auf den 18. Februar terminiert. Das erste reguläre Rückrundenspiel soll am 04. März gegen Dahlenwarsleben steigen, welche den Abstand zum SVC sicher gerne verkürzen würden. Am 01. April könnte es dann zum Topspiel gegen Etingen/Rätzlingen kommen. Doch nicht nur in den Spitzenbegegnungen müssen die Schwarz-Weißen liefern. Gerade in den Nachbarschaftsduellen gilt es die Punktausbeute zur Hinrunde zu verbessern. Und diese beiden Spiele versprechen eine große Kulisse. Denn Stern Elbeu gastiert erneut im Rahmen des Rogätzer Osterfeuers auf dem Kapellenberg, während Blau-Weiß Elbe Glindenberg sich beim traditionellen Blütenfestspiel die Ehre gibt. Nicht mehr mit im Kader wird dabei Moritz Nahrstedt sein, welcher sich zur Rückrunde den Ohrekickern Wolmirstedt angeschlossen hat.

 

 

 

 

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